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Ist ChatGPT sicher?
Der Chatbot von OpenAI wird jeden Tag von Millionen von Menschen genutzt. Aber ist die Nutzung von ChatGPT sicher?
Wie viele andere Plattformen von Big Tech sammelt auch ChatGPT große Mengen an Benutzerdaten. Da diese Daten nicht mit einer Zero-Access-Verschlüsselung geschützt sind, können OpenAI, seine Geschäftspartner (einschließlich Werbe- und Analyseunternehmen), Regierungsbehörden oder Angreifer im Falle eines Datenlecks auf sie zugreifen.

Die kurze Antwort
ChatGPT ist zwar für bestimmte einfache Aufgaben wie Brainstorming oder das Entwerfen von allgemeinem Text sicher, aber es ist nicht privat. Solange du dir nicht sicher bist, dass du niemals sensible Informationen teilen wirst, solltest du dich vielleicht nach einer Alternative zu ChatGPT umsehen.
Möglicherweise in Ordnung für:
Brainstorming
Entwerfen allgemeiner Texte
Konzepte erlernen
Nicht sensible Materialien
Niemals einfügen:
Passwörter
Medizinische Berichte
Verträge
Quellcode
Ausweise
Bankdetails
Rechtliche Strategie
Ist die Nutzung von ChatGPT sicher? Eine Aufschlüsselung
Bevor du dich für KI-Tools wie ChatGPT, Gemini, Meta AI, Copilot und DeepSeek entscheidest, solltest du deren Sicherheits- und Privatsphärenrisiken verstehen:
| Risiko | Potenzielle Auswirkungen | Warum das wichtig ist |
|---|---|---|
| Datenerfassung und Protokollierung | Prompts, Datei-Uploads und Interaktionsmuster können gespeichert werden | Kann für KI-Training, Verhaltens-Profiling oder menschliche Überprüfung verwendet werden |
| Keine Zero-Access-Verschlüsselung | OpenAI und seine Partner können auf Unterhaltungen zugreifen | Erhöht das Risiko der Offenlegung sensibler Daten |
| Regulatorische Bedenken und Bedenken bezüglich geistigen Eigentums | Verstoß gegen GDPR/HIPAA oder Leaks proprietärer Daten | Rechtliche Haftung und finanzielle Folgen |
| Closed-Source-System | Eingeschränkte Transparenz bei der Datenverarbeitung | Keine Möglichkeit, Schwachstellen oder Risiken für die Privatsphäre zu erkennen |
| In-App-Werbung | Verstärktes Tracking und Profiling | Unklar, wie Chat-Daten für personalisierte Werbung genutzt werden |
Risiken für die persönliche Privatsphäre
Das riskierst du bei der Nutzung von ChatGPT:
Chats werden fürs Training verwendet
ChatGPT kann die von dir eingegebenen Informationen – wie Fragen, Antworten und deine Interaktion mit dem Tool – erfassen, um seine KI-Modelle zu trainieren.
Wenn du einen Lebenslauf, ein juristisches Dokument, einen medizinischen Bericht oder eine andere Datei mit personenbezogenen Daten hochlädst, können diese Inhalte ebenfalls gespeichert und verarbeitet werden.
Profiling anhand abgeleiteter Daten
Selbst wenn du niemals deinen Namen oder andere personenbezogene Daten eingibst, können deine Prompts im Laufe der Zeit Muster offenbaren, wie etwa gesundheitliche Sorgen, religiöse Zweifel, politische Neigungen, den Familienstand oder den emotionalen Zustand.
In Kombination mit deiner IP-Adresse(neues Fenster) und anderen technischen Kennungen können diese Muster verwendet werden, um detaillierte Verhaltensprofile zu erstellen.
Chats werden weiterhin protokolliert
Du kannst dem KI-Training widersprechen oder ChatGPT im temporären Modus nutzen, um zu verhindern, dass deine Unterhaltungen für das KI-Training verwendet werden.
Aber deine Unterhaltungen werden weiterhin protokolliert und sensible Details könnten von menschlichen Prüfern eingesehen werden, wenn sie gemeldet werden, zum Beispiel wenn du Feedback sendest.
Keine Zero-Access-Verschlüsselung
Dein Chatverlauf ist zwar bei der Übertragung und Speicherung geschützt, aber nicht mit einer Zero-Access-Verschlüsselung, sodass das Unternehmen auf deine vergangenen Unterhaltungen zugreifen kann.
Zudem unterliegen diese Daten behördlichen Datenanfragen, können von Dritten eingesehen werden und im Falle eines Datenlecks könnte auf sie zugegriffen werden.
Private Chats wurden öffentlich
Im Juli 2025 tauchten Tausende geteilte ChatGPT-Unterhaltungen in den Google-Suchergebnissen auf(neues Fenster), wodurch sehr persönliche Unterhaltungen offengelegt wurden, von denen die Benutzer wahrscheinlich annahmen, dass sie privat seien.
OpenAI zog die Funktion bald darauf zurück und erklärte, man arbeite mit Google zusammen, um die Ergebnisse zu deindexieren. Der Vorfall verdeutlicht jedoch, wie leicht KI-Interaktionen an die Öffentlichkeit gelangen können, ohne dass du es merkst.
In-App-Werbung
Anfang 2026 führte OpenAI Werbung für ChatGPT bei Benutzern in den kostenlosen Abonnements und den „ChatGPT Go“-Abonnements ein.
Trotz der Zusicherung, dass Werbung keinen Einfluss auf die Antworten hat und keine Weitergabe personenbezogener Daten an Werbetreibende beinhaltet, folgt dieser Schritt dem bekannten Muster von Big-Tech-Unternehmen, bei dem Werbung nach anfänglichen Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre schließlich zur Normalität wird.
Geschäftsrisiken
OpenAI ist ein US-Unternehmen, weshalb die Nutzung von ChatGPT Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes aufwerfen und das Risiko eines Leaks sensibler Informationen bergen kann. Wenn du in Europa oder anderswo ansässig bist, könnten deine Daten dennoch der US-Rechtsprechung unterliegen, da sie von einem US-Unternehmen verarbeitet werden. Das bedeutet Folgendes:
Regulatorisches Risiko
Ohne strenge Datenschutzgarantien riskiert deine Organisation Geldstrafen oder behördliche Kontrollen nach Gesetzen wie der GDPR und HIPAA(neues Fenster).
Leaks von Unternehmensdaten
Du riskierst Leaks, indem du KI-Modelle mit deinen Unternehmensdaten trainierst. Beispielsweise könnten Mitarbeitende geschützten Code, vertrauliche Verträge oder Kundeninformationen in ChatGPT eingeben und so möglicherweise geistiges Eigentum, Geschäftsgeheimnisse oder Kundendaten offenlegen.
Weitergabe an Drittanbieter
OpenAI teilt Daten möglicherweise mit Partnern, Dienstleistern oder anderen Drittanbietern oder über App-Integrationen – die einen schwächeren Schutz der Privatsphäre oder andere Datenrichtlinien haben könnten.
Im Jahr 2025 wurden durch ein Datenleck bei einem der Analyse-Dienstleister von OpenAI identifizierende Informationen über API-Kunden offengelegt.
Staatlicher Zugriff
Nach US-Gesetzen wie dem Patriot Act oder dem FISA (Foreign Intelligence Surveillance Act) können Unternehmen dazu gezwungen werden, Daten an Regierungsbehörden zu übermitteln, oft verbunden mit einer Geheimhaltungsanordnung, die sie daran hindert, Benutzer zu benachrichtigen.
Mangelnde Transparenz
Das oben Genannte sind bekannte Risiken. Was bei ChatGPT (und anderer Closed-Source-Software) jedoch besonders riskant ist, ist das, was du nicht wissen darfst:
Keine öffentliche Aufsicht
Der Code der Apps von ChatGPT ist nicht Open Source, sodass es keine öffentliche Kontrolle darüber gibt, wie er funktioniert, was er protokolliert oder wie er deine Daten hinter den Kulissen verarbeitet. Du musst dich auf die Richtlinien von OpenAI verlassen und darauf vertrauen, dass das System verantwortungsvoll mit Daten umgeht.
Closed-Source-Modelle
Obwohl OpenAI Modelle mit offenen Gewichten veröffentlicht hat, die öffentlich untersucht werden können, sind die von ChatGPT verwendeten KI-Modelle nicht Open Source, sodass du nicht überprüfen kannst, wie sie ursprünglich mit großen Datensätzen trainiert wurden.
So nutzt du ChatGPT sicher
Du musst KI-Tools nicht völlig meiden, aber du solltest sie eher wie öffentliche Dienste und nicht wie private Arbeitsbereiche behandeln. Ein paar einfache Gewohnheiten können dein Risiko erheblich senken:
Wechsle zu einem privaten KI-Assistenten
Lumo wurde für Menschen entwickelt, die einen KI-Assistenten wollen, der das Erfassen und Wiederverwenden ihrer Unterhaltungen nicht als notwendigen Kompromiss ansieht, nur um die Vorteile von KI zu nutzen.

Häufig gestellte Fragen zu ChatGPT
- Ist ChatGPT sicher für vertrauliche Informationen?
- Ist ChatGPT Ende-zu-Ende-verschlüsselt?
- Welche Risiken birgt die Nutzung von ChatGPT?
- Welche 5 Dinge solltest du ChatGPT niemals mitteilen?
- Führt ChatGPT zu Leaks deiner Daten?
- Behält ChatGPT deine Fotos?
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