Drei Länder und 16 Städte werden im kommenden Juni die 23. FIFA-Weltmeisterschaft ausrichten. Zu dem Termin, der in den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada stattfindet, werden voraussichtlich mehr als 5 Millionen Fans aus aller Welt erwartet, darunter geschätzte 50.000 Journalisten.

Große Menschenmengen und globale Sicherheitsbedrohungen wie Cyber-, Drohnen- oder Massenanschläge stellen an allen Standorten ein Risiko für Reporter und Fans dar. In den USA sollten auch Einreiseverbote und eine erhöhte Aktivität der ICE berücksichtigt werden. Wenn du ein Journalist oder Medienschaffender bist, der über die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 berichtet, gibt es Möglichkeiten, deine Sicherheit auf Reisen durch die Austragungsstädte des Termins zu gewährleisten.

Proton hat einen Leitfaden zusammengestellt, der Journalisten helfen soll, sich sicher auf der Weltmeisterschaft zu bewegen. Die folgenden Tipps können Journalisten und Medien vor Sicherheitsbedrohungen schützen, während sie vor Ort von der Weltmeisterschaft berichten.

Berichterstattung aus den Vereinigten Staaten

11 Städte in den Vereinigten Staaten richten 2026 Spiele der FIFA-Weltmeisterschaft aus, darunter Atlanta, Boston, Dallas, Houston, Kansas City, Los Angeles, Miami, New York, Philadelphia, San Francisco und Seattle.

Laut The Athletic hat die Federal Emergency Management Agency den 11 US-Städten 625 Millionen US-Dollar an Sicherheitsgeldern für operative Übungen, Hintergrundüberprüfungen von Mitarbeitern und Cybersicherheitsabwehr gewährt.

Reisebeschränkungen und Grenzübergänge

Angesichts des Standorts, der Größe und des Umfangs der Weltmeisterschaft sollten Journalisten, die von außerhalb der USA anreisen, die Risiken bei der Einreise in das Land bedenken. Im Jahr 2025 kündigte die Trump-Administration ein Einreiseverbot für Bürger aus Afghanistan, Myanmar, dem Tschad, der Republik Kongo, Guinea, Eritrea, Haiti, dem Iran, Libyen, Somalia, dem Sudan und dem Jemen an. Für Einwohner von Burundi, Kuba, Laos, Sierra Leone, Togo, Turkmenistan und Venezuela gelten teilweise Einschränkungen.

Laut dem Committee to Protect Journalists verfügen Grenzschutzbeamte in den USA über „einen weiten Ermessensspielraum bei der Durchsetzung von Reisebeschränkungen“. Zudem deuten „verschärfte Überprüfungen, unbeständige Durchsetzungen und plötzliche Änderungen der Richtlinien auf ein unberechenbares Umfeld hin“, auf das sich reisende Journalisten einstellen sollten.

Medienmitarbeiter müssen damit rechnen, an der Grenze von der Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) befragt zu werden, insbesondere wenn Journalisten ein Land auf der Liste der Einreiseverbote vertreten oder in der Vergangenheit über politisch sensible Probleme berichtet haben. Journalisten mit doppelter Staatsbürgerschaft eines Landes auf der Verbotsliste sollten den Reisepass des Landes verwenden, das nicht auf der Verbotsliste steht.

Schutz deiner Geräte und Daten

Es sollten Vorkehrungen getroffen werden, um sensible oder persönliche Informationen auf elektronischen Geräten zu verschlüsseln oder zu sichern, da die CBP keinen Durchsuchungsbeschluss oder begründeten Verdacht benötigt, um deine Person oder deine Elektronik zu durchsuchen. Um deine persönlichen Daten zu schützen und sicherzustellen, dass sie nicht von der CBP kopiert oder gespeichert werden, sollten Journalisten Folgendes tun:

  • Verwende starke Passwörter und speichere sie in einem Passwort-Manager wie Proton Pass.
  • Nutze einen Ende-zu-Ende-verschlüsselten E-Mail-Dienst wie Proton Mail, damit Nachrichten nicht überwacht werden können.
  • Verwende E-Mail-Aliase, damit deine persönliche oder geschäftliche E-Mail-Adresse nicht offengelegt wird.
  • Aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung, damit die CBP nicht auf deine Konten zugreifen kann.
  • Sichere sensible Informationen bei einem Cloud-Speicherdienst wie Proton Drive, damit vertrauliche Dokumente nicht auf deinem Telefon oder deinen elektronischen Geräten verbleiben.
  • Stelle deine Konten in den sozialen Medien auf privat und/oder lösche alle Apps, die durchsucht werden könnten.

Rechtliche Ressourcen für Journalisten

Sollten während deiner Berichterstattung über die FIFA-Weltmeisterschaft rechtliche Fragen auftreten, können Journalisten die rechtliche Hotline des Reporters Committee for Freedom of the Press unter der Nummer 1-800-336-4243 anrufen.

Medienvertreter können auch dem Chatbot des CPJ eine SMS unter der Nummer 1-206-590-6191 senden, um Unterstützung zu erhalten, oder dem Komitee eine E-Mail an emergencies@cpj.org schicken.

Wenn dir die Einreise in das Land oder zur Weltmeisterschaft verweigert wird, dir eine Festnahme oder Verhaftung droht, du angegriffen wurdest oder deine Ausrüstung beschädigt wurde, kannst du über den U.S. Press Freedom Tracker(neues Fenster) eine Meldung einreichen.

Allgemeine Sicherheitstipps für alle Austragungsstädte

Egal, ob du aus den Vereinigten Staaten, Mexiko oder Kanada berichtest, du solltest dich mit den lokalen Gesetzen des jeweiligen Landes vertraut machen. Bevor du dich auf den Weg zu deinem Ziel machst, informiere dich über den Standort und lege dir eine Exit-Strategie für den Notfall zurecht.

Halte einen Notfallkontakt bereit, arbeite nach Möglichkeit zu zweit und lege im Vorfeld Treffpunkt-Standorte fest, falls das Mobilfunknetz oder das WLAN ausfallen sollten. Identifiziere vor der Ankunft Ausgänge, Sanitätszelte, Abgabe- und Abholorte für Mitfahrgelegenheiten sowie Medienbereiche.

Proton für Journalisten und Redaktionen

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